Depression und Meditation

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Kann Meditation Medikamente ersetzen?

Dass Meditation gegen Angststörungen, Stress, Alterseffekte und eben auch Depression wirkt, wurde bereits vielfach belegt. Inzwischen berichten nicht nur medizinische Fachjournale, sondern auch vermehrt überregionale Tageszeitungen und Magazine über die heilende Wirkung von Meditation auf psychische Leiden.[1]

Madhav Goyal von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore ermittelte zum Beispiel die signifikante Wirkung von Mediation für Angstzustände, Schmerzen und Depression: Meditation lässt sich laut Goyal durchaus mit der Wirkung von Antidepressiva messen. [2]

Stellt Meditation also eine Alternative zu Medikamenten dar?

Definitiv! Besonders in Anbetracht der zahlreichen, unerwünschten Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten, die Antidepressiva hervorrufen können. Diese können nach Absetzen zu Entzugserscheinungen führen, sind für Schwangere ungeeignet und führen oft zu einer Gewichtszunahme sowie Suizidalitätssteigerung. Keine derartigen Nebenwirkungen hat dagegen Meditation mit einer ausgebildeten Fachperson und sollte daher auf jeden Fall in Betracht gezogen werden, bevor Betroffene Medikamente einnehmen.

Bei der Meditation verbinden wir uns laut Dr. Angeli Neter mit unserer körpereigenen Intelligenz, unserer inneren Kraftquelle. Es ist allgemein bekannt und akzeptiert, dass das Resultat regelmäßiger Meditationen ein Zuwachs an Kreativität, Lebensenergie, Konzentration und Effektivität darstellt. Meditation hilft uns somit, unseren Alltag besser zu bewältigen und kann vor allem unter ärztlicher Leitung zu guten Therapieergebnissen führen. Ein weiterer Vorteil: Hat man einmal die Methode erlernt, können die Übungen auch zu Hause durchgeführt werden und Arztbesuche sind nur noch in größeren Abständen nötig.

Insbesondere während der stillen Übungen, die auch Bestandteil des Stressmanagements sind, wird der Körper in ein Stadium des entspannten Bewusstseins versetzt:

  • die Herzfrequenz verlangsamt sich,
  • der Blutdruck normalisiert sich,
  • die Atmung wird ruhiger,
  • die Stresshormonausschüttung sinkt,
  • man schwitzt weniger und
  • das Immunsystem wird gestärkt.

Untrennbar mit der körperlichen Reaktion reagiert die Psyche. Im Laufe der Übungen kommt es zu einer allgemeinen Beruhigung bis hin zur Stille:

  • eine Beruhigung der Gedanken,
  • eine Beruhigung äußerer Ablenkungen,
  • eine Beruhigung des physiologischen Systems,
  • Verbesserung von sozialen Beziehungen,
  • Abbau von Ängsten und Schuldgefühlen,
  • Verbesserung der Stimmung und Einstellung zum Leben,
  • ein Mehr an Kreativität, Energie und Produktivität,
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit sowie
  • Abbau von stressbedingten psychosomatischen Symptomen: Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen.


 [1]a Blech, J.: „Meditation: Die lernende Seele“, in: Spiegel Online (2013), unter: http://www.spiegel.de/spiegelwissen/meditieren-als-mittel-gegen-stress-angststoerungen-depressionen-a-937314.html (abgerufen am 19.02.2015)

[1]b Stüvel, H.: „Meditieren verändert das Gehirn“, in: Die Welt (2010), unter: http://www.welt.de/welt_print/wissen/article7649346/Meditieren-veraendert-das-Gehirn.html (abgerufen am 19.02.2015)

[2]a rme/aerzteblatt.de: „Depression: Buddhistische Meditation kann Rezidiven vorbeugen“, in: aerzteblatt.de (2010), unter: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43829/Depression-Buddhistische-Meditation-kann-Rezidiven-vorbeugen (abgerufen am 19.02.2015)

[2]b rme/aerzteblatt.de: „Meditation: Meta-Analyse sieht (begrenzte) Wirkung auf psychische Leiden“, in: aerzteblatt.de (2014), unter: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57134/Meditation-Meta-Analyse-sieht-(begrenzte)-Wirkung-auf-psychische-Leiden (abgerufen am 19.02.2015)

 

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